9. Luft um mich herum.

Es gibt ein paar Ausdrücke in der Bibel, die liebe ich absolut. Einer davon ist „du stellst meine Füße auf weiten Raum“. Das steht in den Psalmen (auch im 2. Samuel in einem Danklied von David), konkret Psalm 31,8. David ist hier in Bedrängnis, aber er freut sich darüber, dass er weiß, dass Gott ihm Raum schafft, sich zu bewegen und auch ihn anzubeten. Feinde ringsumher – aber doch sind die Füße auf weitem Raum. Jesus hatte diesen Raum, als ihn die aufgebrachte Menge den Berg runterschubsen wollte, nachdem er im Tempel unerhörte Dinge gelehrt hat. Er ist einfach mitten durch sie durch weggegangen, so steht es in der Bibel.

Gott hat mir das auch schon zugesprochen, vor vielen Jahren – ich weiß noch, am selben Tag hat er erst mir selbst das Herz weit gemacht für diese Wahrheit und es dann noch durch jemand anders bestätigt, der im Gebet einen dazu passenden Eindruck hatte. Seither lässt mich das nicht mehr los und ich denke oft daran.

Wir nehmen die Dinge so gefiltert wahr. Etwas baut sich groß und bedrohlich vor uns auf und scheint unsere ganze Aufmerksamkeit gefangen zu nehmen. Und wir finden das normal. Normal, Angst zu haben, normal, sich Sorgen zu machen, normal, zu verzweifeln.

Wenn ich Gott bitte, mir eine himmlische Perspektive für Bedrohliches oder Schwieriges zu geben, sieht die Lage völlig anders aus – ich hab Platz für meine Füße, um freie Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel, wem ich mehr glaube, Gott oder dem, der „stehlen, schlachten und verderben“ will (Joh.10,10) oder meinen alten Erfahrungen, die leider auch nicht immer so von Gottes Wahrheit geprägt waren… Ich hab Luft um die Nase, um Himmel zu schnuppern und frischen Wind und neue Perspektive wahrzunehmen und zu bekommen.
Ich muss GAR NIX.

Danke Jesus. Wegen dir ist das so.